Die Geschichte des Matcha Tees

Bild: Geschichte des Matcha Tees, Seerosen und Wassertempel

Die Geburtsstunde des Matcha Tees

Die Geschichte des Matcha Tees ist wirklich sehr spannend. Sie beinhaltet philosophische Züge, ist geplagt von Kriegen und Blut, verlorenen Kulturen und tapferen Mönchen. Sogar Dschingis Kahn spielt mit. Lies weiter und tauche ein in eine abenteuerliche und informative Erzählung über den Luxus- Tee aus Japan. 

 

Den Ursprung von der Zubereitung des gemahlen Tees findet man im alten China in der Song- Dynastie um das Jahr 960. Zuvor in der Tang- Dynastie wurde Tee gedämpft, im Mörser zerrieben und zu einem Kuchen geformt. Anschließend wurde dieser mit Reis, Ingwer,

Bild: Meditation, Entspannung, Erläuchtung

Salz, Zitronen und manchmal auch Zwiebeln in einem Kessel zerkocht. Das Resultat wahr eine sirupartige Brühe. 

 

Erst in der Song-Dynastie erlebte die Teezubereitung eine gravierende Änderung. Der Tee wurde zu feinem Pulver zerrieben und mit heißem Wasser und einem Bambusbesen aufgeschlagen. Die Weltanschauung der Menschen änderte sich, die Kunst des Lebens rückte in den Vordergrund und der Mensch sah sich im Einklang mit der Natur. Teekonsum wurde vom Zeitvertreib zum Mittel der Selbstverwirklichung.

Wie der Tee nach Japan kam

Zu dieser Zeit entdeckten japanische Mönche den Tee bei einer Reise durch China. Vom Geschmack und der Wirkung begeistert, brachten sie den Tee mit in ihr Heimatland. Schnell erfreute er sich dort großer Beliebtheit und prägte später die gesamte Kultur.

Im Jahre 1191 wurden die ersten Teesamen in Japan gepflanzt. Genauer gesagt im Bezirk Uji bei Kyoto, dem Ort von wo auch unser True Matcha stammt. Das besondere Klima  schuf eine ganz neue Qualitätsstufe von Grüntee Pulver, den ersten wahren Matcha.

In der Geschichte des Matcha Tees wurde hiermit eine neue Ära in Japan eingeleitet. Über die Jahrhunderte wurde der Anbau und die Zubereitung perfektioniert, bis schließlich die Teezeremonie und der Teeweg entstanden. Alles gipfelte im Teeismus welcher den Teeweg mit dem Taoismus verwob.

Bild: Tempel im Wald, Natur, Teich

Was Dschinghis Khan mit Matcha zutun hat

Doch wieso kennt man heutzutage nur noch Beuteltee oder lose Teeblätter im heißen Wasser und runzelt die Stirn, wenn man zum ersten mal etwas von Matcha, dem Grüntee in Pulverform hört?

 

Der Grund dafür ist der Einfall mongolischer Stämme in China. Im 13. Jahrhundert verwüstete Dschingis Khan mit seinen Kriegern das ganze Land. Von den Folgen konnten sich die Chinesen nur langsam erholen und viel Kulturgut ging dabei verloren. So auch das Wissen um die Zubereitung und der spezielle Anbau von Matcha. 

 

Die ersten Erfahrungen mit Tee machte die westliche Welt in China nach dem Einfall der Mongolen. Zu jener Zeit hatte sich dort, der Einfachheit halber, das überbrühen ganzer Teeblätter etabliert. Die Geschichte des Matcha Tees, der spezielle Anbau und die Philosophie des Teepulvers waren schon längst in Vergessenheit geraten. 

 

"Matcha" aus China gibt es erst wieder seit einigen Jahren. Dabei steht einzig das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund. In China werden so z.b. statt Tencha, schneller wachsende Teesorten verarbeitet. Häufig wird auf Schattenphasen, die für den Reifeprozess der Inhaltsstoffe wichtig ist verzichtet, da dieser die Pflanze langsamer wachsen lässt. Zudem geschieht der Mahlprozess in Stahlmühlen, welche viel zu heiß werden und die wertvollen Inhaltsstoffe vernichten. 

 

Nicht einmal für Einsteiger eignet sich Matcha aus China. 

Die siegreichen Samurai

Die mongolischen Horden versuchten auch in Japan einzufallen, doch dort wurden sie gestoppt. Die Japaner schlugen gleich mehrere Invasionsversuche der Angreifer zurück.

 

Japan blieb in der Hand der Japaner und ihre Kultur konnte fortwährend wachsen. So auch der Tee Kult. In der Geschichte des Matcha Tees spielt Japan somit eine zentrale Rolle, ohne die es kein Matcha wie wir ihn kennen, geben würde. 

Bild: Alte Malerei, japanische Samurai wehren Mongolen ab, Geschichte von Matcha
Der Samurai Suenaga im Kampf gegen mongolische Pfeile und Bomben. Mōko Shūrai Ekotoba (蒙古襲来絵詞), ca.1293

Nur Japan bewahrte jenes Teeideal und perfektionierte die Anbauweise, Verarbeitung und Zubereitung des Tees.   

Besonders die Region Uji bei Kyoto ist nach wie vor die Geburtsstätte des besten grünen Tees der Welt. Noch heute beziehen die Tempel und Chado Häuser ihren Tee nur aus Uji.

Beinahe tausend Jahre reifte die Tradition in Japan und heute ist Matcha dabei, sich in ganz Europa auszubreiten.

Wer also echten Matcha ausprobieren möchte, sollte stehts Matcha aus Japan kaufen. Nur dort ist es noch immer echter Matcha. Grünes Teepulver aus China ist heute nur noch ein billiges Imitat und hat bis auf den historischen Ursprung, nichts mehr mit Matcha aus Japan gemeinsam.
Aus diesem Grund kooperieren wir mit den Teeplantagen in Japan und setzen uns gemeinsam dafür ein, dass echtes Matcha Pulver ein Label bekommt. Die Geschichte des Matcha Tees hat uns sehr fasziniert und den Ansporn gegeben, es vor Fälschungen schützen zu wollen.

Über die Autoren

Bild: Matcha - Life

Hi, wir sind Niklas und Olli. Die japanische Kultur begeisterte uns schon ewig und Matcha ist einfach mit ihr verwoben. 

 

Um dieses Luxusgut, hochwertigen, japanischen Matcha, für jedermann zugänglich zu machen, gründeten wir Matcha-Life.de


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