Die Teezeremonie - Der Teeweg

Bild: Teezeremonie Garten, Fluss

Geschichte

Die Teezeremonie hat ihren Ursprung in Kyoto. Perfektioniert wurde sie von Sen no Rikyū (1522-1591), dem Teemeister aller Teemeister. Er verbreitete das Ideal des wabi cha, den Tee des stillen Geschmacks. Er beschreibt die Teezeremonie mit den Eigenschaften der Einfachheit und Bescheidenheit. Dabei kehrt im Menschen im Idealfall innere Ruhe und Frieden ein. Der Begriff Teezeremonie ist zudem nicht ganz korrekt Übersetzt, wortwörtlich ist es eher ein Teeweg (chadō) den man beschreitet. Zusätzlich hat der Teeweg kein Ziel, vielmehr ist es eine Einstellung des Lebens.   

Die Teezeremonie Heute

Noch heute wird die Teezeremonie unverändert so durchgeführt wie Sie vor Jahrhunderten entwickelt wurde. Heute gilt das Wissen, eine Teezeremonie vollführen zu können, als ein Zeichen von Stand und Kultiviertheit.

Bild: Teeschalen, moderne

 

 

Ein wichtiger Geschäftstermin in Japan beginnt immer mit einer Teezeremonie, während der die Geschäftspartner alle anderen Gedanken vergessen können und Energie sammeln, um sich danach mit voller Kraft den Business Problemen zu widmen. Zu wissen wie eine Teezeremonie funktioniert ist also kein "Gimmick" eines Chadō Mönchs mehr, sondern ein Zeichen guten Benehmens, welches jeder Japaner der etwas auf sich hält wissen sollte.


Aufbau der Gebäude

Den Beginn der Zeremonie stellt der Warteraum (Machiai) dar. Er ähnelt meist einem halb offenen Pavillon oder Portikus. Den Warteraum und den Teeraum verbindet ein Gartenweg (Roji), dieser stellt eine Stufe der Meditation dar. Der Teemeister versucht den Roji in der Form zu gestalten, sodass er Gelassenheit und Reinheit ausstrahlt. 

Bild: Teehaus

Das Teehaus ist sehr schlicht und klein gehalten. Die bäuerliche Optik steht jedoch im Kontrast zu der erlesenen Qualität von Holz und Bambus der Wände und des Daches. Das Teehaus besteht aus einem Vorraum (Mizuya) und dem Teeraum (Sukiya). Im Vorraum werden die Teeutensilien gereinigt und hergerichtet. Der Teeraum ist genau 3 mal 3 Meter groß und bietet Platz für maximal 5 Personen. Der Eingang und die Tür zum Sukiya ist nicht größer als 1 Meter. 

Der Teeraum hat gedämpftes Licht, eine niedrige Decke und die Fenster bestehen aus Japanpapier. Der Raum ist sehr schlicht gehalten, farblich wie auch im Bezug auf die Einrichtung. Einzige Ausnahme bildet der Tokonoma, eine kleine Nische in der eine einzige Dekoration platziert wird. Diese wird nach jeder Zeremonie geändert und kann von einem Blumenbouquet in einer Vase bis hin zu einer schlichten Papierzeichnung oder Räucherkerzen reichen. Die Gäste verbeugen sich bei Eintritt vor dem Tokonoma und haben die Möglichkeit den Moment in sich auf zu nehmen.  

Wie die Teezeremonie vollführt wird

Im folgenden wird der grundlegende Ablauf einer Teezeremonie vorgestellt. Die volle Zeremonie selbst umfasst Unmengen an Regeln und Richtlinien, die ein angehender Teemeister in einer langwierigen Schulung vermittelt bekommt. Zusätzlich gibt es noch unterschiedliche Teeschulen, die alle jeweils kleine Abweichungen aufweisen.

Die Gäste werden im Warteraum von dem Gastgeber begrüßt. Dort füllt er ein Bassin mit Wasser und die Gäste haben die Möglichkeit ihre Hände und Mund zu waschen. Im übertragenen Sinn wäscht man dabei schlechtes getanes und gesagtes von sich ab.  Danach geleitet der Gastgeber bzw. Teemeister die Gäste über den Gartenweg zum Teehaus. Auf dem Weg zum Teehaus streift der Gast seine Gedanken an die Außenwelt ab.  Durch die einkehrende Gelassenheit und Ruhe konzentriert sich der Gast nur auf den Moment und das Jetzt. Im Vorraum angekommen führt der Weg weiter in den Teeraum. Jeder der den Raum betreten möchte, muss bedingt durch den niedrigen Eingang auf Knien hineinkriechen. Dies lehrt den Gast Demut, er streift seinen Stand oder soziale Position ab und alle bekennen sich zu Gleichen unter Gleichen. Beim Betreten des Teeraums haben die Gäste die Möglichkeit die Nische mit ihrer Dekoration zu bewundern. 

 

Bild: Roji, Gartenweg

In der ersten Phase erwartet die Gäste ein leichtes Mahl (Kaiseki) in mehreren Gängen. Reis, Suppen, Reiswein und Gemüse sind hierbei die üblichen Speisen und Getränke. Nach dem Mahl begeben sich die Gäste wieder in den Vorraum und warten bis der Teemeister alles Nötige für die Zeremonie vorbereitet. Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, so signalisiert der Teemeister dies mit fünf Schlägen auf einen Gong. Nach dem erneuten Eintritt in den Teeraum wischt der Teemeister vor den Gästen symbolisch alle Teeutensilien mit einem Seidentuch ab. Anschließend bereitet er den Matcha in einer Schale vor. Zuerst wird ein Koicha zubereitet, dies ist ein Matcha bei dem viel Pulver und wenig Wasser verwendet wird. Dadurch ist er sehr stark im Geschmack und leicht dickflüssig. Erst später wird ein schwächerer Tee, der Usucha den Gästen serviert. Der Koicha wird zu Beginn dem Ehrengast gereicht, der dankend und verbeugend annimmt. Er dreht die Schale mit dem Tee drei mal in der Hand und nimmt anschließend schlürfend drei kleine Schlücke. Danach wandert der Tee durch alle Gäste, der Rand der Schale wird zwischendurch immer mit einem sauberen Tuch abgewischt. Während der Prozedur wird das Aussehen, der Geruch und der Geschmack des Tees in höchsten Tönen gelobt.

Der Teemeister ist immer sehr bemüht darin, aus den Gästen wahre Chajin, sogenannte Teemenschen zu machen. 

Der richtige Matcha für eine Teezeremonie

Unser True Matcha ist von der Premium Qualität und somit ein "Grenzwert Koicha/Usucha". Das bedeutet, dass er für den täglichen Gebrauch geeignet ist, aber auch für eine Teezeremonie verwendet werden kann.

Bild: True Matcha, matcha Tee

 

 

Für die höchste Form der Teezeremonie wird jedoch ausgewählter Matcha in Pinnacle Qualität verwendet. Für diesen gelten noch einmal andere Standards in der Auswahl der Teeblätter. Von 10.000 kommen nur etwa 3 Stück für die Pinnacle Qualität in Frage. Außerdem ist die Menge an Matcha in dieser Qualitätsstufe sehr begrenzt. Das spiegelt sich auch in dem Preis wieder. Für Matcha der Pinnacle Qualität hätten wir bei unserer Plantage einen Einkaufspreis von etwa 70,00€ pro 100g. Wer dennoch einmal Matcha in Pinnacle Qualität ausprobieren möchte, soll sich bitte an uns wenden.

 

Gerne bestellen wir dir etwas Matcha in Pinnacle Qualität, direkt von unserer Traditionsplantage in Uji. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Bei uns kann sich jeder Luxus Matcha Tee leisten

Damit das auch so bleibt, erzähl doch einfach deinen Freunden von uns, teile unsere Seite in den Sozialen Netzwerken und lass uns ein "Gefällt mir" da. So schaffen wir es mit unserem Angebot möglichst viele Menschen zu erreichen, ohne viel Geld für Werbung ausgeben zu müssen. Wenig Werbekosten bedeutet schließlich einen besseren Preis für dich und unsere anderen Kunden.  So können wir auch weiterhin besten Matcha Tee zum besten Preis verkaufen. 

 

Vielen Dank für deine Hilfe. 


- Niklas & Olli

  die Gründer von Matcha-Life